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Ein Frühlingsfest, wie es sich gehört PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robin Lewinsohn   
Montag, 11. April 2011 um 09:04
War das nicht ein toller Sonntag? Schöneres Wetter für ein Frühlingsfest hätte man sich kaum vorstellen können. Gleichzeitig war das Fest der BI „Zossen zeigt Gesicht“ auch gut organisiert. Live-Musik, abwechslungsreiches Programm für Kinder, ein kleiner Trödelmarkt und eine interessante Podiumsdiskussion.

Unser Landrat Peer Giesicke machte am Waffelstand eine gute Figur. Die Waffeln gelangen ihm auch deutlich besser als seine letzten Personalentscheidungen. Jedenfalls gab es keine Einsprüche.

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Bürgerhaushalt“ war leider nicht so zahlreich besucht, wie es das Thema verdient hätte. Aber es war ja auch ein Frühlingsfamilienfest, da zog Kuchen und Kaffee in der Sonne einfach etwas mehr.

Die Runde war gut besetzt, zwei Bürger aus Schöneiche bei Berlin, welche von Ihren schwierigen Erfahrungen berichten konnten, einen Bürgerhaushalt gegen Skepsis der Entscheidungsträger durchzusetzen. Dazu kam der Bürgermeister Ortwin Baier ( SPD) aus Blankenfelde-Mahlow und Frau Andrea Holstein, hier nicht als Kämmerin von Zossen sondern als Mitglied der Arbeitsgruppe „Bürgerhaushalt“ ebenfalls aus Blankenfelde-Mahlow.

Berichten konnten alle Seiten, dass es sehr arbeitsintensiv ist, die Bevölkerung an das Thema heranzuführen und dann auch tatsächlich in die Umsetzung einzubinden. Gleichzeitig kam auch zur Sprache, dass sich die Bürgerbeteiligung vielfältig auf das Geldausgeben beschränkt, fast gar keine Vorschläge für die Einnahmenseite der jeweiligen Städte und Gemeinden kommen. Hier ist sicherlich weitere Sensibilisierung und Thematisierung notwendig. Aber diese Diskussion sollte ja auch nur der Stein des Anstoßes sein.

Leider konnte ich im Publikum nur 4 Stadtverordnete erkennen. So folgten von Plan B Andreas Noack, Peter Hummer und Ralf Markwardt mit Interesse der Diskussion. Herr Carsten Preuß war seitens der Fraktion SPD/LINKE/ VuB anwesend und ermahnte im Sinne eines ruhigen Verlaufes einige Kinder zur Ruhe. Als Kitaerzieher hat er meine Stimme jederzeit.

Unsere Bürgermeisterin, Frau Schreiber, führte dann im Frageteil, persönlich angesprochen von Herrn Baier, einige Punkte zu unserem Umgang mit dem Haushalt aus, die Problematiken der Einführung der Doppik und stimmte mit Herrn Baier auch darin überein, dass erst die Entscheidungsträger im Umgang mit einem doppischen Haushalt sicher seien sollten, damit den zu beteiligenden Bürgern auch sichere Informationen gegeben werden könnten. In Blankenfelde-Mahlow hat dies einen Zeitraum von 3 Jahren beansprucht.

Im Rahmen einiger Fragen freute sich Herr Liebau, dass Frau Schreiber ihre grundsätzliche Haltung zum Bürgerhaushalt offener gestaltete und äußerte die Hoffnung, dass die Bürgermeisterin im Laufe der nächsten drei – fünf Jahre die Einführung einer solchen Arbeitsgruppe aktiv mitgestalten werde. Hier konnte ich ihm nur beipflichten.

Am Ende der Diskussion hatten wir noch das kurze Vergnügen Herrn Frank Gerhardt (SPD) kennen zu lernen. Es ist doch interessant, wie weit Zossener Veranstaltungen doch die Menschen anziehen.

Wenn die BI“Zossen zeigt Gesicht“ an solchen Themen so offen weiterarbeitet und das E-Werk stellt dafür  eine sensationellen Rahmen, dann müssen wir vielleicht gar nicht viel Geld ausgeben, weil Demokratie auch auf der Wiese gelebt werden kann.

Robin Lewinsohn

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