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Einwohnerantrag zu Schulsportanlagen in Dabendorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Böhm   
Samstag, 26. März 2011 um 20:38

Nach der Ablehnung durch die rote Einheitsfraktion zum Bau der Schulsportanlagen in Dabendorf haben sich der Fraktionsvorsitzende von Plan B und Ortsvorsteher von Zossen Dabendorf, Herr Andreas Noack und Herr Berthold Starke, ein Dabendorfer Bürger, dazu entschlossen, einen Einwohnerantrag zum Bebauungsplan "Sportforum Zossen" auf den Weg zu bringen, um den Bau von den so dringend benötigten Schulsportanlagen in Dabendorf doch noch in diesem Jahr realisieren zu können.

Um dieses Thema nochmals auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung zu bringen, sieht §14 Kommunalverfassung eine notwendige Unterschriftenliste von mindestens 750 Bürgerinnen und Bürgern vor, die diesen Antrag unterstützen. Seit gestern nun wird in der Groß Gemeinde Zossen mit den Listen für die Unterschrift eines jeden Bürgers dieser Gemeinde geworben und es sind die ersten 100 Unterschriften bereits in trockenen Tüchern, besser gesagt, die Tinte auf den Listen ist getrocknet. Wir hoffen, diese noch 650 fehlenden Unterschriften in kürzester Zeit zu sammeln, denn gerade in Dabendorf, wo knapp 1000 (EINTAUSEND) Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, sind diese Außenanlagen von zentraler Bedeutung, um den Bedürfnissen einer Sportstadt Zossen auf lange Sicht hin gerecht zu werden. Dies soll ja auch erst der Anfang sein, an allen Schulstandorten und Sportstätten eine vernünftige Sanierung oder Neuplanung auf den Weg zu bringen. Diese Blockade durch die rote Einheitsfront gilt es, zu beenden und die finanziell auch abgesicherten Planungen doch noch auf den Weg zu bringen. Es wird spannend sein, ob dann weiterhin, bei namentlicher Abstimmung in der SVV, die geschlossene Front weiterhin aus Wahlkampfgetöse gegen das Projekt entscheidet.

Es folgt nun eine Stellungnahme der Bürgermeisterin, Frau Michaela Schreiber (Plan B) zu diesem Thema:

Investitionen in Sportanlagen von 2004 bis heute 

Seit 2004 wird kontinuierlich in die nicht erst seit 2004 in schlechtem Zustand befindlichen Sporthallen und Schulsportanlagen investiert und die bauliche Unterhaltung kontinuierlich erweitert.

Insgesamt wurden in den Jahren 2004 bis 2010 rund 3,3 Millionen EUR für die Sanierung und Modernisierung von Sporthallen und Sportplätzen aus dem Haushalt der Stadt Zossen aufgebracht.  

Dieser Prozess ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Er kann auch noch nicht abgeschlossen sein, da 2004 der Zustand in den allermeisten Sporthallen und Außensportanlagen katastrophal war.  Man erinnere sich an die Turnhallen in Glienick und Dabendorf, die 2004 kurz vor der Sperrung standen bzw. bereits geschlossen waren und aus diesem Grund für jeweils ca. 500.000 EUR beinahe zeitgleich in 2004 und 2005 saniert wurden. Oder die Turnhalle der Grundschule Zossen, deren Sanierung über 350.000 EUR gekostet hat. Ferner hat sich in Wünsdorf die Situation mit den Bau der Paul-Schumann-Sporthalle und der Sanierung der Turnhalle der Oberschule Wünsdorf sehr deutlich verbessert.

 Für hierbei besonders erwähnenswert halte ich, dass der Turnhallenneubau eigentlich mit Fördermitteln des Landkreises errichtet werden sollte (rd. 900.000 EUR GFG), die dann aber nicht gewährt wurden und aus dem Haushalt der Stadt Zossen auch noch aufgebracht wurden. 

Zu den o. g. Zahlen hinzu kommt noch der seit 2008 jährlich im Haushalt verankerte Zuschuss an Sportvereine für die Unterhaltung und Modernisierung der von ihnen genutzten Sportstätten in Höhe von jeweils 15.000 EUR pro Jahr und die Zusage der Eigenmittelbereitstellung für den MTV Wünsdorf im Rahmen der Fördermittelbeantragung für die Sanierung des Sportlerheims ab 2010 in Höhe von rd. 50.000 EUR.

 Nachdem die Situation der Sporthallen durch vollständige Sanierung und Neubau sehr verbessert werden konnte, ist nun das Augenmerk der Stadtverwaltung auf die Außensportanlagen der Schulen und der Vereine gerichtet.

 Dabei ist klar, dass auch bei einer guten Finanzlage der Stadt Zossen nicht alle Außensportanlagen in einem Jahr auf den neuesten Stand gebracht werden können. Es ist dabei nach dem höchsten Bedarf, in meinen Augen ganz klar gemessen an der Schülerzahl, die die Schulsportanlagen nutzen, vorzugehen. Wenn also wie in Zossen mehrere Schulstandorte seit mehr als 10 Jahren praktisch über keine Außensportanlagen verfügen, muss überall neu gebaut werden.  Im ersten Schritt war hier für die über 1.000 Schüler am Schulstandort Dabendorf (Gesamtschule und Grundschule) die Errichtung von neuen Schulsportanlagen vorgesehen. Das Geld hierfür wurde im Haushalt 2011 und 2012 mit insgesamt 1,5 Mio. € bereitgestellt. Der Baubeginn sollte noch in 2011 erfolgen und war abhängig von dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Bebauungsplan Sportforum. Mit diesem Bebauungsplan muss das Baurecht geschaffen werden. Der Beschluss wurde auf der letzten Sitzung jedoch abgelehnt.  

Parallel mit der Schaffung der Schulsportanlagen in Dabendorf war auch ein Neubau von Schulsportanlagen an der Grundschule Zossen vorgesehen und daran anschließend der Bau der Schulsportanlagen an der Oberschule Wünsdorf. Die Anlagen in Glienick sind erst nach der 3,5 Mio € kostenden Sanierung des Schulgebäudes der Grundschule Glienick von 2011 bis 2013 geplant.Wie es nun tatsächlich weitergeht und vor allem wie schnell, ist nach Ablehnung des Beschlusses zum Sportforum unklar. Wir werden sehen. 

Michaela Schreiber

Bürgermeisterin

       

 

                EINWOHNERANTRAG zum BEBAUUNGSPLAN "SPORTFORUM ZOSSEN"

Mit meiner auf diesem Blatt abgegebenen Unterschrift stelle ich den Einwohnerantrag nach §14 Kommunalverfassung und beantrage, dass die Stadtverordnetenversammlung erneut über den Bebauungsplan „Sportforum Zossen“ und die Errichtung des daraus folgenden 1. Bauabschnittes „Schulsportanlagen Dabendorf“ berät und entscheidet.Das Bebauungsplanverfahren muss sofort weitergeführt werden, um den Bau der Schulsportanlagen und des darin befindlichen Kunstrasenplatzes noch in 2011 beginnen zu können. Die Finanzierung dieses 1. Bauabschnittes ist im Haushalt der Stadt Zossen mit 1,5 Mio € abgesichert. Ich bekunde mit meiner Unterschrift, dass ich für den Bau des Sportforums und die sofortige Realisierung des 1. Bauabschnittes Schulsportanlagen bin. Ich beantrage den folgenden Beschlussvorschlag zu beraten und positiv abzustimmen:Offenlagebeschluss zum B-Plan "Sportforum Zossen"Beschlussvorschlag:Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Zossen beschließt:
  1. Der Entwurf des Bebauungsplanes "Sportforum Zossen" wird in der vorliegenden Form zur Offenlage gebilligt.
und
  1. Der Entwurf des Bebauungsplanes "Sportforum Zossen" wird einschließlich der Begründung, dem Umweltbericht und dem Artenschutzbeitrag in der vorliegenden Form gemäß § 3 (2) BauGB förmlich zur öffentlichen Einsichtnahme für einen Monat ausgelegt. Die Bekanntmachung erfolgt im Amtsblatt der Stadt Zossen. Parallel dazu erfolgt die Beteiligung der Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (2) BauGB.
und
  1. Der Flächennutzungsplan wird im Geltungsbereich des Bebauungsplanes angepasst.
und
  1. Aufgrund des Bebauungsplanverfahrens entsteht das Baurecht für den in 2011 durchgeführten 1. Bauabschnitt (Schulsportanlagen). Die Ausführung der weiteren Bauabschnitte unterliegt ausdrücklich dem Vorbehalt der Stadtverordnetenversammlung. Hierzu ist ein gesonderter Beschluss erforderlich.

      Vertrauensperson: Andreas Noack, Machnower Chaussee 66, 15806 Zossen      

       stellv. Vertauensperson; Berthold Starke, Triftstraße 6a, 15806 Zossen

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