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Ist dieses Verhalten (un)demokratisch? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Böhm   
Mittwoch, 22. Dezember 2010 um 12:31
  Der Kreis Teltow Fläming, an der Spitze der Landrat Giesecke ( SPD), selbst Mitglied in der BI „Zossen zeigt Gesicht“, war bereit, eine Immobilie in der Zossener Innenstadt für die BI zur Verfügung zu stellen und dafür auch noch 300.000 € Sanierungskosten zu investieren, damit dem Verein und der BI ein repräsentativer Ort, angeblich frei von politischen Einflüssen und Parteien, zur Umsetzung ihrer „Aufklärungsarbeit“ zur Verfügung steht.

Was müssen da all die anderen Vereine, Gruppierungen und Initiativen in der Groß Gemeinde denken, wenn sie von derartig hohen Summen der Zuwendung für einen einzigen Verein hören. Was denken all die Übungsleiter in den Sportvereinen, die sich um die Jugendlichen kümmern, sie von der Straße holen, damit sie nicht in den Dunstkreis von rechtem Gedankengut kommen? Um jeden Cent müssen sie ringen, können froh sein, bei der Verteilung in den Ortsbeiräten bedacht zu werden und auf der anderen Seite wird für eine, im Gegensatz zu den Mitgliederzahlen in den Vereinen, verschwindend geringe Zahl von „Aktivisten“ (nach Selbstaussage harter Kern ca. 20 Personen) das Füllhorn der Guttaten in Form von 300.000 € ausgeschüttet wird. 15.000 € pro Mitglied ist eine bemerkenswerte Zahl. Doch dabei bleibt es ja nicht, denn der „Betrieb“ muss ja über Jahre hinweg finanziell abgesichert sein, was dann auch wieder aus Steuermitteln mitfinanziert werden würde.

Ist dies, in dieser Form, demokratisch?

Ist es demokratisch, ein Alleinanspruch auf eine „Heimstatt“ zu haben, hauptsächlich aus Steuergeldern finanziert, bloß weil der Landrat, der Bürgermeisterkandidat und mehrere linke Stadtverordnete ihre Arme schützend über der BI halten? Wie will ein Bürgermeisterkandidat, der auf Stimmen angewiesen ist, den unschlüssigen Wählerinnen und Wählern (den anderen natürlich auch) in der Großgemeinde Zossen diesen Spagat erklären? 150.000 € wurden, als erster Schritt!!!, für die Sanierung aus der Stadtkasse ( Haushalt 2011) gefordert, gleichzeitig aber auch, die Hoch- und Tiefbaupauschalen im Haushalt drastisch zu kürzen, wohl um dieses Projekt zu verwirklichen und dafür andere, ebenso wichtige Vorhaben, zu verschieben oder ganz zu streichen. Ist dies demokratisch?

Dann auch immer noch davon zu reden, parteilos zu sein, wie es Bürgermeisterkandidat Preuss ständig betont, erscheint äußerst makaber.

Man fühlt sich wohl als etwas Besseres in dieser BI, wenn man auf eine eigene Immobilie besteht! Man ist schließlich wer, bekannt über die Stadtgrenzen hinaus! Daher ist dieser Anspruch, aus deren Sicht wohlgemerkt, gerechtfertigt.

 Anscheinend sind mögliche Mitbenutzer eines „Hauses der Vereine“ verdächtigt, rechte Strömungen einfließen zu lassen, da will man sich lieber exklusiv abschotten! Demokratischer, als möglichst viele Vereine e.t.c. unter einem Dach zusammen zu bringen, geht nicht. Kurze Wege der Kommunikation, Austausch von Gedanken, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte – all dieses wäre gelebte Demokratie,  was die BI aber anscheinend nicht will. Diese Form von „Demokratie“ erinnert an die Deutsche Demokratische Republik, da zählte auch nur eine Meinung!

Thomas Böhm

  
 

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