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Kostenloses Schulessen --- Pflicht von Eltern oder Staat? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Böhm   
Mittwoch, 08. September 2010 um 21:52

Kostenloses Schulessen > Wenn ja, dann aber für alle!

Wieder einmal war im Bildungsausschuss der Groß Gemeinde Zossen das Thema Schulessen für Bedürftige auf der Tagesordnung. Immer wieder versuchen die gleichen Protagonistinnen, die Stadtverordneten Frau von Schrötter ( SPD) und Frau Bock ( Die Linke) dies in der Großgemeinde Zossen separat durchsetzen zu wollen.

 Wer sich die Mühe macht und „googelt“ findet, dass im gesamten Land Brandenburg in einzelnen Kommunen durch die SPD und LINKE gleiche Forderungen erhoben und in manchen auch eingeschränkt umgesetzt werden, was aber wohl dem Wahlkampf geschuldet ist, wie jetzt gerade in Potsdam geschehen.  

Warum also wird von Orts- SPD und – Linke  nicht gleich auf Landesebene diese Forderung gestellt, schließlich hat man dort mit den Mutterparteien  die entsprechenden Mehrheiten, dies alles schnell umzusetzen und zu beschließen. Aber hier steckt wohl wieder bei beiden Parteien Methode dahinter. An der Basis soll Unruhe gestiftet werden, man will zeigen, man kümmert sich und spielt den Entrüsteten, wenn „die da oben in Potsdam“ anders entscheiden, wie bei der Polizeireform. Den Städten und Gemeinden werden durch die Sparprogramme des Landes bereits genug Lasten auf die Schultern gepackt, die so schon kaum noch zu verkraften sind.

 Die SPD und Die LINKE  hier in Zossen wollen eine Insel der Glückseligen schaffen, vergessen aber stets zu sagen, woher all dieses Geld kommen soll. Für Zossen reden wir hier von mindestens ca. 90.000 € pro Jahr! Sicher könnte man an dieser und jener Stelle ein paar Euro „abzwacken“, aber auf Dauer bleibt dann die Leistungsfähigkeit der Kommune auf der Strecke, denn für die Umschichtung derartiger Summen müssen zwangsläufig ja andere Projekte völlig eingestellt, oder auf später verlegt werden. In Zossen werden ja bereits freiwillig seit über 7! Jahren Zuschüsse für das Schulessen von der Stadt gezahlt, ohne dass dies von der Bürgermeisterin lautstark in der Öffentlichkeit propagiert wird. 

 In Zossen wird reiner Politaktionismus von Seiten der SPD und Die Linke betrieben, da bereits die Bundesregierung an einem Modell arbeitet, die es ALLEN Kindern in der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen soll, ein tägliches, kostenloses Schulessen einnehmen zu können. Wie wäre es, diesen Prozess erst einmal abzuwarten, als sich hier, vor Ort, als Gönner darstellen zu wollen?

Es kann nicht sein, dass den Eltern immer mehr Verantwortung für ihre Kinder durch den Staat abgenommen wird. Es ist doch wohl das Wichtigste, sein Kind oder seine Kinder am Leben zu erhalten und dazu gehört ja wohl die Nahrung. Zugegeben, Hartz IV Sätze und Kindergeld sind nicht üppig, aber dennoch soweit ausreichend, einem Kind drei Mahlzeiten am Tag anzubieten. Wie sieht die nächste Forderung aus? Für jedes Kind ausreichend Kleidergeld, damit man in der Schule nicht auffällt?

Eigentlich sollten all diese Eltern darüber nachdenken, wie es Ihnen gelingt, ihre Kinder ausreichend zu ernähren und die nötige, gesunde Verpflegung mit in die Schule zu geben. Da werden wohl gewisse Prioritäten, im Umgang mit Notwendigkeiten, falsch gesetzt. Wer nur auf den Staat und seine Transferleistungen baut, ist verantwortungslos. Diese Gesellschaft funktioniert nur, wenn sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist.

Thomas Böhm

 

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